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Einblasdämmung in und auf Geschossdecken

Traditionelle Holzbalkendecken

haben zwischen den Balken meist einen "Einschub" oder "Blindboden" - das ist eine Bretterschicht zwischen den Balken, auf der eine Schüttung aus Bauschutt, Lehm oder Schlacke liegt. Unter dem Einschub befindet sich eine 4 bis 12 cm dicke Hohlschicht, nach unten abgeschlossen durch die Zimmerdecke der darunterliegenden Etage aus Schilfmatten und Putz. Gedacht ist der Einschub als Schallschutz, aber er ist meist zu grobstückig für diesen Zweck. Holzbalkendecken mit diesem Aufbau haben einen U-Wert von rund 1 W/m²k, sind also noch sehr wärmedurchlässig. Die Energieeinsparverordnung (EnEV) schreibt heute knapp ein Viertel dieses Wertes vor, 0,24 W/m²k.

Diese Luftschichten, unterhalb der Schüttung und teils auch oberhalb, können schonend und mit wenig oder ganz ohne Brecharbeiten (also auch bei Denkmalschutz) im Einblasverfahren mit Zellulose gedämmt werden (wie bei Dachschrägen und Innenwänden auch). Die winddichte Verfüllung der Hohlräume verbessert außerdem deutlich den Widerstand gegen Schall- und Geruchsübertragung (insbesondere Luftschalldämmung, aber auch Körper- oder Trittschall, und zwar indirekt über den reduzierten Halleffekt).
  • Oberste Geschoßdecken werden meist von oben (Spitzboden) oder von außen (über eine Dachöffnung, ggf. mit Seilklettertechnik) verfüllt.
  • Wohnungstrenndecken können von oben oder von unten erschlossen werden, je nach dem, wo die Öffnungen weniger störend sind.
  • Kellerdecken verfüllen wir in der Regel von unten.
Die Energieeinsparverordnung (EnEV 2014) verpflichtet in § 10 Abs. 3 Eigentümer von Wohngebäuden, bis 31.12.2015 "zugängliche" Decken beheizter Räume "so zu dämmen, dass der Wärmedurchgangskoeffizient der Geschossdecke 0,24 Watt/m²·K nicht überschreitet." Bei Einsparungen von ca. 4,50 €/m²/Jahr und durchschnittlichen Kosten von brutto 20 €/m² ergibt dies z.B. eine anders kaum erreichbare Amortisationsdauer von 4,4 Jahren (20 € Kosten geteilt durch 4,50 € Jahresertrag, wer nachrechnen möchte). Mit der Geschossdeckendämmpflicht etwas vorzuschreiben, was ohnehin Sinn macht, macht das Sinn? Eine Informationskampagne wäre da sinnvoller, finden wir. Lesen Sie dazu unseren Artikel über Geschoßdeckendämmung in der Zeitschrift "Das Grundeigentum" von März 2012 und unser Merkblatt "Fünf teure Irrtümer der Geschoßdeckendämmung". Durch die obersten Geschoßdecken im Altbau verschwendet Deutschland jährlich 32.5 Mrd kWh bzw. 8.5 Mio. Tonnen CO2.

Beim Ausblasen vorhandener Hohlräume gilt das Einblasdämmprivileg der EnEV: es genügt, wenn ein bestehender Hohlraum vollständig mit Dämmstoff ausgefüllt wird (Anlage 3 zu §§ 8 bis 10 der EnEV 2014, Ziff. 1 Satz 4 und 5 für Außenwände, Ziff. 4 Satz 6 zweiter Halbsatz für Dächer und oberste Geschoßdecken, Ziff. 5 Satz 5 für Kellerdecken). Dieses Privileg für untermaßige Dämmschichten hat eine fundierte sachliche Berechtigung: mit zunehmender Dämmdicke verringert sich der "zusätzliche Ertrag" der Dämmung (Einsparung von Energie, Kosten, CO2-Emmissionen), wie folgendes Beispiel zeigt:

Der U-Wert von traditionellen Holzbalkendecken ohne Zusatzdämmung beträgt üblicherweise ca. 0,9 bis 1,5 W/m²K. Dieser Wert reduziert sich überschlägig:
  • mit 05 cm Zelluloseflocken auf 0,45 W/m²K (0,44 bis 1,05 besser)
  • mit 10 cm Zelluloseflocken auf 0,29 W/m²K (0,16 besser)
  • mit 17 cm Zelluloseflocken auf 0,24 W/m²K (0,05 besser)
Der U-Wert beschreibt die Energiewanderung in Watt pro Quadratmeter. Je niedriger die Zahl, desto besser. Mit jeder Verdoppelung der Dämmstärke halbiert sich der Wärmedurchgang und halbiert sich auch die (zusätzliche) Ersparnis. In anderen Worten: auch mit 5 cm lassen sich also schon erhebliche Erfolge erreichen, die ersten Zentimeter sind die Wirkungsvollsten.

Preis, Wirtschaftlichkeit
Die Geschossdeckendämmung kostet je nach Aufbau und Größe der Decke ca. 20 bis 30 €/m² zuzügl. MwSt. Bei konventioneller Arbeitsweise (Abreißen der alten Dielung, Zuschneiden von Dämmatten, evtl. Aufdoppeln der Balken und Neuverlegen der Dielung) zahlen Sie um die 60 bis 120 €/m² und verlieren noch Raumhöhe.
Der Preis hängt von den Gegebenheiten vor Ort ab, liegt aber in jedem Fall deutlich unter den Kosten, die ein Öffnen der Decken und Einlegen von Dämmstoffmatten verursachen würde. Eine Dampfbremse ist normalerweise nicht nötig, sondern eher schädlich: die Putzschicht hat eine dampfbremsende Wirkung, auch in einem ungedämmten Wäscheboden ist es durch Windschutz und Sonnenaufstrahlung stets wärmer als draußen, der Taupunkt ist außerhalb der Geschoßdecke, und der Dämmstoff Isofloc ist dafür geeignet, Tauwasser vorübergehend (im Winter) einzulagern, bis es im Sommer wieder ausdiffundieren kann.
Schnittzeichnung Geschossdecke
Einblasen in Hohlräume
Geschoßdeckendämmung Seiltechnik Außenzugang
Dämmung Holzbalkendecke
Holzbalkendecke und Dielen
Spätestens nach der ersten Heizkostenabrechnung melden sich die Mieter schlecht gedämmter Wohnungen, es sei denn, die Miete ist so niedrig, daß damit die überhöhten Heizkosten kompensiert werden.

Schlechte Dämmung ist daher immer ein Vermieterproblem:
  • bei einer marktüblichen Neuvertragsmiete haben Sie dauernd Fluktuation, weil die Mieter die überhöhten Heizkosten nicht zahlen wollen,
  • oder Sie bekommen zuwenig Miete, dann haben Sie immerhin Ihre Ruhe,
  • oder Sie investieren in Dämmung und heben die Miete auf Marktniveau an. Diese Investition - bei einem Mieterwechsel vorgenommen - haben Sie in ca. 3 bis 6 Jahren wieder eingespielt, sonst in 11 Jahren (11% Mod.-Umlage entspricht 9,09 Jahren, zzgl. ca. 2 Jahre für Zinsen)
Wenn Sie Geschoßdecken nur mit Dämmplatten belegen, ohne die Hohlräume im Inneren zu verfüllen, ist die teure Dämmung in der Decke kalt hinterlüftet (sog. Entkopplungseffekt). Der erste Schritt ist also immer das Verfüllen der Hohlräume, weitere können erst darauf sinnvoll aufbauen, egal ob es sich um eine Holzbalkendecke handelt oder um eine Betondecke mit Traglattung und Dielenfußboden. Letztere werden oft - reflexhaft - mit "massiv" gleichgesetzt, der Hohlraum wird übersehen und die linke, falsche Variante ausgeschrieben. Ob es so funktioniert, scheint den handelnden Bauingenieuren egal zu sein, Hauptsache man kann danach die Modernisierungsumlage erheben.
Betondecke falsch gedämmt
Kellerdecke richtig gedämmt
Daß diese Decken besonders schimmelanfällig sind, erkennt man am besten an der obigen Schnittzeichnung. Gerade der Xel-Bereich um die Sockelleiste herum, zwischen Fußboden und Wand bzw. Decke und Wand ist weniger luftumspült und daher besonders kalt. Hier kondensiert das Wasser aus der Raumluft aus, die Oberflächen werden feucht und es bildet sich Schimmel. Zu einer nachhaltigen Schimmelsanierung gehört daher immer die fachgerechte Dämmung.

Detail: Schallschutz, Schalldämmung, Trittschalldämmung

Bei Schallübertragung wird zunächst zwischen "Luftschall" und "Trittschall" (Körperschall) unterschieden:
  • Gegen Körperschall hilft aus bauphysikalischer Sicht nur die Entkopplung von Bauteilen durch weiche Zwischenlagen, aber das ist eine sehr unvollständige Betrachtung der Zusammenhänge (für das "ganze Bild" müssen Sie hier weiterlesen).
  • Gegen Luftschall wird klassischerweise "Masse" empfohlen, also schwere Einlagen aus Sand, Gehwegplatten, Asphalt und dergleichen.
Soweit, so klar, aber dann gehen Theorie und Praxis verschiedene Wege:
  • Ist die schwere Schicht zerklüftet, wie z.B. bei Bauschutt, Lehmwickeln oder Schotter, dann ist es schnell aus mit dem Luftschallschutz, weil es dann zum sog. "Schlüssellocheffekt" kommt, d.h. der Schall dringt an der schwächsten Stelle durch. Zufällig entstandene Lücken in einer stückigen Schüttung kommen aber in den Rechenprogrammen der Akustiker nicht vor. Die theoretisch richtige Empfehlung "Masse gegen Luftschall" hält dann oft in der Praxis nicht das, was sie verspricht.
  • Zwischen Körperschall und Luftschall gibt es Wechselwirkungen, die in der Literatur kaum thematisiert werden. Körperschall erzeugt in Hohlräumen über Halleffekte zusätzlich  einen "körperschallbegleitenden Luftschall". Das subjektive Störungsempfinden kann zwischen "echtem" primären Körperschall und "sekundärem" körperschallbegleitenden Luftschall, also z.B. Halleffekten in Deckenhohlräumen und Schwingungen der unteren Deckenschale, nicht unterscheiden. Folglich ist es auch für die Senkung der Lärmbelastung egal, ob Sie zuerst den primären Körperschall reduzieren (teuer) oder zuerst den sekundären Luftschall (günstig).
Schall können wir im Gegensatz zum Wärmedurchgang nicht berechnen, aber aus der Praxis wissen wir, daß Zellulosedämmung gegen Luftschall schon bei 5 cm Schichtdicke spürbar ist. Eine 10-cm-Dämmschicht mit Zellulose bringt eine Reduzierung um ca. 2 dB. Das entspricht in etwa einer Halbierung des Luftschalldurchgangs. In dem hier abgebildeten Schema in Anlehnung an die Schallschutz-DIN 4109 haben wir die Aussagen der Kunden zusammen mit den eigenen subjektiven Beobachtungen verallgemeinert wiedergegeben. Zum Vergrößern - wie immer - draufklicken!
Geschossdecke Schallschutz Übersicht
Unter einem pragmatischen Denkansatz sollte man weder NUR die Bauphysik, noch NUR die Kosten optimieren, sondern beides. Man beginnt mit der preiswertesten Maßnahme und prüft deren Wirkung. Und siehe, mit dem Verfüllen der Hohlräume mit einer Zellulose-Einblasdämmung (Kosten ca. 30 €/m²), schließt man nicht nur die "Schlüssellöcher", sondern stoppt auch den "körperschallbegleitenden Luftschall". Alle Alternativen (abgehängte Decken und neuer Fußbodenaufbau) sind erheblich teurer, und wenn das Verfüllen der Hohlräume nicht genügen sollte, baue die weiteren Maßnahmen darauf auf. Die Einblasdämmung ist nicht verloren.

Akustiker hingegen empfehlen bei Schallproblemen in Holzbalkendecken als erstes eine Trittschalldämmung, weil damit die meisten Luftschallprobleme gleich miterledigt werden. Klingt vernünftig und ist "bauphysikalisch-theoretisch" vollkommen richtig, aber mit Kosten von 60 bis 120 €/m² verbunden.

Die schalldämmende Wirkung der Zellulose entsteht durch die hohe Faserdichte und die Struktur der Dämmschicht, die den Schall beim Durchdringen zu ständigen Richtungsänderungen zwingt (der sog. "längenspezifische Strömungswiderstand"), wobei er auf wenigen Zentimetern viel Energie verliert. Das Standardrezept gegen Luftschallübertragung, "Masse" nämlich, muß also 1. eingeschränkt werden auf homogene, nicht zerklüftete Schichten, und 2. erweitert werden um "verdichtet eingeblasene Zellulose" als leichtere, aber ähnlich wirksame Alternative. Insgesamt beeinflußt eine Vielfalt von Einflußgrößen das Ergebnis, unter anderem die Art und Dichte des Holzes, Art und Dichte der Schüttung, Raumgröße, Schallbrücken senkrecht durch Wände und Schallbrücken durch Installationsschächte, um nur einige zu nennen.

KEINE Alternative für den Schallschutz ist GLASWOLLE. Diese liegt mit einer Dichte von ca. 15 kg/m³ in der Decke, und als Matte hat sie immer Fehlstellen an den Rändern. Die Zellulose hingegen liegt mit 45 kg/m³ im Balkenfeld (bei 10 cm Dicke also 4,5 kg/m²) und füllt, weil sie eingeblasen wurde, jeden Ritz und jede Unebenheit hohlraumfrei aus. Da das Ausgangsmaterial bei der leichteren Glaswollmatte schwerer ist als das Ausgangsmaterial der Zellulose (Reindichte von Glas: ca. 2,5 g/cm³: Zellulose: ca. 1,5 g/cm³), muß die leichtere Zellulosefaser also noch dichter im Gefüge sein als die Glasfaser, also nicht 3fach dichter, sondern 4- bis 5-fach.

Gegen Schall in großen Büros, Hallen etc. informieren Sie sich bitte auf www.isofloc.de (dort nach "silencio" suchen) und sprechen uns dann an.

Bei der Ausführung macht es keinen Unterschied, ob wir gegen Wärmeverlust, Wärmeeintrag, Trittschall, Luftschall, gegen einfrierende Leitungen oder gegen kalte Durchlüftung dämmen. Damit Sie sich die Arbeiten etwas konkreter vorstellen können, hier ein paar visuelle Eindrücke von unseren Geschoßdeckendämmungen. Wir können die Geschoßdecke grundsätzlich von oben, von unten oder von der Seite her erschließen - je nach dem, "wo es am wenigsten wehtut".
Geschossdecke 1 (pic)
Geschossdecke 4 (pic)
Geschossdecke 4 (pic)
Geschossdecke 5 (pic)
Geschossdecke 6 (pic)
Geschossdecke 7 (pic)
Geschossdecke 8 (pic)
Geschossdecke 9 (pic)
Geschossdecke 10 (pic)
 

Detail: abgehängte Decken

"Hauptsache Decke drin. Die 6-cm-Dämmung auf dem Trapezblech reicht doch". Dachte man. Neben dem Wärmeverlust gibt es auch Schallübertragung von einem Zimmer zum anderen, und man hört bei Wind das Blechdach klappern. Glaswolle wäre in diesem Sinne übrigens auch keine Dämmung, weil sie nicht fugenlos verlegt werden kann und zu luftig-leicht ist. Jetzt müssen Sie nur noch einen Fachbetrieb finden, der handwerklich in der Lage ist, bis 8 m Tiefe vorzudringen und die Dämmung einigermaßen eben aufzubringen. Klicken Sie auf die Bilder rechts. Dann auf "Kontakt".
Ref569a Abgehängte Decken
Ref569b Abgehängte Decken
 

Dämmung von Gewölbedecke, Kappendecken, Preußische Kappe

Sie kennen Ihre Kappendecke von unten, aber wie sieht eine preussische Kappe von oben aus, unter den Dielen? Wenn sie nicht mit Schutt angefüllt ist, sieht sie so aus wie hier im Bild. Am Hohlraumboden sieht man die gewölbte Oberseite der gemauerten Kappe, nach oben hin die Unterseite der Dielung, rechts und links die oberen Flanken der Doppel-T-Träger. Wo es einen Dielenboden gibt und der Hohlraum nicht zu stark mit Schutt verfüllt ist, können wir von oben flocken. Manchmal finden Ratten den Weg in die Hohlräume - wenn wir das wissen, können wir deren Hinterlassenschaften vor dem Dämmen absaugen. Wo das Dämmen von oben nicht möglich ist, geht es auch von unten (die letzten beiden zwei Fotos, mit dem grünen Platten).
Matten Dämmung C
Kappendecke, sauber und klar
Matten Dämmung C
Matten Dämmung C
Matten Dämmung C
 

Detail: Dämmatten auf Lattung

Es ist immer das selbe: Die Fehlerquellen werden schon in der Planungsphase mit eingebaut, Bauherren oder Architekten können sich nicht vorstellen, wie sehr die kalte Durch- und Hinterlüftung der Matten deren Wirksamkeit einschränkt.

Erst sorgte nur die Kreuzlattung für Hinterlüftung, dann kam noch der Elektriker und schob eine Matte beiseite, und da blieb sie dann auch. Die Technik, die eingebaut wird, wird nicht weniger, daher gibt es bei Geschoßdecken keine glatten Untergründe, und damit gibt es keine funktionierende Mattendämmung. Auch nicht im Neubau, wie man hier sieht.

Wir sollten hier zunächst nur die Dachschrägen dämmen, nicht die Geschoßdecken und Bäder. Die sollten unbedingt mit Mineralwolle gedämmt werden. Dann kam der Blower-Door-Test, dann kamen wir wieder. Wenn wir auf vorhandenen Dämmschichten nachdämmen, ist das nach den meisten Parametern gleichwertig mit einer 100%-Einblasdämmung. Meistens können also die einmal eingebrachten Dämmmatten belassen werden.
Matten Dämmung A
Matten Dämmung C

Detail: ungedämmter EG-Boden / Sockelhohlraum / Kriechkeller

Besonders im ländlichen Bereich finden wir oft teilunterkellerte Häuser. Die nicht-unterkellerten Bereiche des Hauses haben dann Fußböden, die nur aus gemauerten Pfeilern, Holzbalken und Dielung bestehen. Ohne jede Dämmung. Dazu noch Lüftungsgitter in der Außenwand, damit die Balken nicht schimmeln, aber entsprechend fußkalt ist es darüber dann.

Verfüllt man diese Sockelhohlräume mit einem wasserabweisenden PS-Granulat, dann liegen die Balken in der Warmzone und sind automatisch trocken und geschützt. Unten ist die kalte Zone, unten ist folglich der Taupunkt. Wenn irgendwo Wasser auskondensiert, dann unten in der kalten Zone, von wo es schwerkraftbedingt weiter nach unten ins Erdreich läuft, wo es hingehört. Es gibt keinen bauphysikalisch unkomplizierteren Bereich als Kriechkeller / Sockelhohlräume. Das Material erlaubt außerdem keine Tunnelbildung, weil es sofort nachrutscht. Nager und Kriechtiere finden hier keine Fortbewegungsmöglichkeit, können keine Nester bauen, sich nicht orientieren und sich nicht davon ernähren.
Sockelhohlraum1065_2 (pic)
Sockelbohrung1808 (pic)

 

 
Zusatzgimmick: so können Sie zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: eine Fußbodenheizung aus Verbundrohr von unten an die Dielen schrauben, Platten unter die Balken schrauben und dann von uns mit dem jeweils passenden Dämmstoff ausblasen lassen. Um den Fließwiderstand für das Heizungswasser gering zu halten, sollte ein Kreis nicht länger als 20 m sein (2 Balkenfelder à 4 bis 5 m, also ca. 10 m²), andernfalls wird die Fläche in mehrere Kreise aufgeteilt. Die Enden kommen beschriftet aus dem Kriechkeller und werden von Ihrem Installateur an die bestehende Heizung angeschlossen (normale Vorlauftemperatur v. ca. 60 bis 70°C erforderlich).
Fußbodenheizung

Detail: Drempeldämmungen bei Großwohnanlagen

Dachlandschaft WBS70
WBS70 Drempeldämmung Chaos
Neue Drempeldämmung mit Zellulose-Einblasdämmung
Diese obersten Geschoßdecken in den Drempeln wurden ursprünglich meist mit 6 cm sog. "Kamilit"-Glaswolle und einer Kaschierung aus Bitumenpappe gedämmt. Nachfolgende Ergänzungsversuche mit weiteren Mineralwollmatten zeigen meist nur eingeschränkten Erfolg, wie das mittlere Bild zeigt.

Die vor 1996 produzierte Mineralwolle wird generell als krebserregend eingestuft. Da es kein Ausbaugebot gibt, können Sie die vorhandene Mineralwolle insgesamt ca. 15-20 cm hoch überflocken lassen. Da sich aber dabei die Zelluloseflocken mit der alten Wolle vermischen, muß später alles als Sondermüll entsorgt werden.

Wenn es das Budget hergibt und Sie eher nachhaltig eingestellt sind, lassen Sie das alte Zeug herausnehmen und entsorgen, um dann sortenrein 30 cm Zellulose aufzubringen.

Detail: Hohlkörper-Betondecken

Ref54 Dämmbare Betondecken
Ackermanndecke
Menzeldecke
Ab den 1940er Jahren wurden Kellerdecken oft aus Betonfertigteilen hergestellt, die einzeln von Hand getragen werden konnten, am Ende aber eine stabile Betondecke ergaben. Ein Prinzip, tausend Namen: Menzeldecken, Ackermanndecken, Leuschnerdielen, Betondielen, Hohldielen, Fertigdecken, Fertigteildecken, Spannbetondielen ...

Dabei verbleibt oft eine Hohlschicht, die sich ausblasen und verfüllen läßt. Sie verlieren keine Raumhöhe, es gibt kein Feuerschutzproblem, es müssen keine Leitungen umverlegt werden, die Decke ist nachher genauso stoßfest wie vorher. "Was drunterkleben" ist im Vergleich dazu "Murks".

Die Kundin, deren Kellerdecke Sie hier sehen, haben wir einen Winter danach wieder angerufen: "Deutlich spürbar wärmer", sagt sie, "auch die Enkelkinder haben es bestätigt!"