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Reetdächer (Rohrdächer)

Statt mit einer wasserdichten Schicht, wie es bei Ziegel-, Papp- oder Blechdächern der Fall ist, leiten hier die Halme das Regenwasser durch Adhäsion und Schwerkraft nach unten ab - das Prinzip, das beim "letzten Tropfen" an einer Kanne nach dem Eingießen nervt, hält hier die tieferen Reetschichten trocken. Allerdings ist Reet so winddurchlässig wie kein anderes Dachmaterial. Diese Winddurchlässigkeit braucht es auch zur Trockenhaltung. Damit ist auch klar, daß das Reet absolut keine Dämmwirkung haben kann, mag es noch so sehr danach aussehen.

Bei einem Dachausbau muß entweder diese Winddurchlässigkeit erhalten bleiben, indem man an der Dachinnenseite eine Hinterlüftungsschicht vorsieht, in die keine feuchtwarme Luft vom Dachausbau oder eventuell vorhandenem zweischaligem Mauerwerk eindringen darf. Nachteile dieser Hinterlüftungsschicht sind der Raumverbrauch, die erheblich höhere Brandgefahr und Unsicherheiten bei der Planung und Kontrolle (wie stark soll die Hinterlüftungsschicht sein, wo werden Zu- und Abluftöffnungen angeordnet, wie beeinflussen sie die Luftströmungen).

Zunehmend befürworten Fachleute (wir auch), direkt gegen das Reet zu flocken (auf jeden Fall ohne Unterspannbahn!). Man nutzt damit die Zellulose als Feuchtepuffer, wie z.B. bereits auf der Startseite erklärt und hier rechts im Bild gut erkennbar. Man erhält damit einen größeren Wohnraum, mehr Brandschutz und einen stabileren Feuchtehaushalt.
Nicht nur, aber auch bei Reetdächern: wenn Sie Ihr Dach neu eindecken oder umbauen und dafür eine schon vorhandene Zellulosedämmung absaugen lassen möchten, stimmen wir uns mit Ihrem Dachdecker ab: wir gehen vor und saugen ab (in einen Container), der Dachdecker geht hinterher und deckt um oder neu, anschließend blasen wir Ihre eingelagerte Zellulose-Reetdachdämmung aus dem Container wieder in die dann neu gedeckten Bereiche ein.

Bei Reetdächern sind auch Fachwerkwände nicht weit, hier geht´s zu Fachwerk-Innendämmungen.