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Energiewende - die größten Fehler in der aktuellen EnEV 2014 und wie sie behoben werden können.

In der Diskussion um die Energiewende ist überwiegend von der Erzeugung (erneuerbarer) Energie und da vorzugsweise von Elektroenergie die Rede. Bei der Einsparung insbesondere von Heizenergie
  • klagen die einen, sie sei zu teuer (Prognos-Studie vom 08.03.13 im Auftrag der KfW),
  • die anderen klagen, es werde zu wenig getan.
Beides trifft leider zu. Die Politik sucht laut Eigendarstellung dauernd und händeringend nach weiteren Möglichkeiten, den CO2-Ausstoß zu senken und fördert immer teurere (d.h. immer weniger effiziente) Maßnahmen. Die Not scheint keine Grenzen zu kennen:
  • Damit der der Stromsektor 22 Millionen Tonnen CO2 zusätzlich einsparen kann, sollen Kohlekraftwerke abgeschaltet werden (26.06.15). 
  • Deutschland und Frankreich machen Druck für einen ehrgeizigen Weltklimavertrag. Kanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident François Hollande riefen die Industrieländer auf, alles zu tun, damit beim UN-Gipfel im Dezember ein verbindliches Abkommen für über 190 Staaten erzielt werden kann. (DPA 19.05.2015)
  • Die EU-Kommission will mit einem Strafverfahren gegen Deutschland vorgehen wegen 2.200 GWh Stromverschwendung (Handelsblatt vom 20.08.14, Titelgeschichte)
Nur die rund 30.000 GWh Verschwendung aus den ungedämmten obersten Geschoßdecken (8 Mio. to. CO2), die sind keiner Rede wert. Preisgünstige, breitenwirksame und hocheffiziente Einsparmaßnahmen wie eben die Einblasdämmung im Alt- und Neubau wurden von der Ministerialbürokratie ignoriert und z.B. in der EnEV erst auf eindringliche Intervention durch uns berücksichtigt. Das Einsparpotential (ca. 20 bis 30 mittelgroße Kohlekraftwerke) wird so bei weitem nicht ausgeschöpft.

Update Nov. 2017: in den Koalitionsverhandlungen, auf der Bonner Klimakonferenz, überall zeichnet sich ab, daß genau diese Menge an CO2-Einsparungen fehlt. Liebe Politiker, ich habe Euch das alles schon 2015 geschrieben, nicht nur hier, sondern auch in direkten Briefen, obwohl ich fast sicher war, keine Antwort oder nur ein allgemeines freundliches Bla-Bla zurückzubekommen. So kam es dann auch.

Vier Kernaussagen zur EnEV 2014:

  1. Die entsprechende vom Bundestag in der EnEV 2009 eingeführte Geschoßdeckendämmpflicht wurde im Sommer 2011 vom Bauministerium auf dem Verwaltungswege (Auslegung XV-2 zu § 10 Absatz 3 und 4 EnEV 2009) mit grob wahrheitswidrigen Annahmen wieder außer Kraft gesetzt. (Projektgruppenleiter Dr. Justus Achelis definierte den Einschub aus Brettern und Bauschutt zwischen den Holzbalkendecken einfach als Dämmschicht. Mit der EnEV 2014 wurde sie wieder eingeführt, aber bisher ohne nennenswerte Kontrolle oder Sanktionen. Mit den obersten Geschoßdecken verzichtet Deutschland auf ein Einsparpotential von jährlich 32.5 Mrd kWh bzw. 8.5 Mio. Tonnen CO2, zu Kosten von unter 25 €/m². Die Dämmung amortisiert sich in ca. 6 Jahren.

  2. Die EnEV 2014 erwähnt endlich und erstmals in Anlage 3 die Einblastechnologie für alle drei Bauteile (Dächer, Geschoßdecken, zweischaliges Mauerwerk). Das Einblasdämmprivileg sollte erst eingeschränkt werden, wurde dann aber aufgrund unserer Intervention sogar ausgeweitet. Der Text ist aber in einem Ausmaß verschachtelt, daß das bestätigte und ausgeweitete Einblasdämmprivileg kaum auffindbar ist, daher ist zum Nachlesen eine farblich bearbeitete Version hier am Schluß enthalten. Für Außenwände ist es jetzt in Ziff. 1 Satz 4 und 5 enthalten; für Dächer und oberste Geschoßdecken in Ziff. 4 Satz 6 zweiter Halbsatz, für Kellerdecken in Ziff. 5 Satz 5.
  3. Bei Geschoßdecken wird die Dämmpflicht nicht wieder eingeführt. Vorher wurde die Datengrundlage "frisiert". Das BmVBS geht z.B. für begehbare Geschoßdecken von 40-80 €/m² aus, statt der 20-25 €/m², die eine Einblasdämmung kostet.
  4. Einblasdämmung ist eine Technologie, die ohne staatliche Förderung auskommt, weil sie so wirtschaftlich ist. Um so mehr müsste sie in der staatlichen Öffentlichkeitsarbeit in den Vordergrund gerückt werden, wurde bisher aber weitestgehend ignoriert.
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Dämmen bedeutet "Geld sparen, dem Weltklima helfen und das Hausklima verbessern"

Der nächste Winter kommt, auch wenn Sie nicht an den Klimawandel glauben. So mokierte sich z.B. US-Senator James Inhofe, Oklahoma, bei einer Anhörung des US-Kongresses am 21.03.2007 zum Thema Klimawandel angesichts der Kälte zu der Zeit: "Where is global warming when you really need it?"

Naja, mit dem verharmlosenden Begriff "globale Erwärmung" haben die Ökos auch ein Eigentor geschossen. Viel schlimmer als eine laue Erwärmung im statistischen Mittel um 1 bis 2 Grad ist die globale und saisonale Spreizung des Wetters. Die Stürme werden heftiger, die Regenfälle ergiebiger, die Trockenzeiten länger und dürrer, die Sommer heißer und die Winter kälter. Womit wir wieder bei der Dämmung wären. Die brauchen Sie bei den Extremen immer mehr, auch im Sommer, weil dann das Haus (besonders das Dachgeschoß) angenehm erträglich bleibt.

Der größte anzunehmende Unfug in der Diskussion ab Ende 2010 war die "Abrißprämie" für Gebäude, wenn sich deren energetische Sanierung nicht rechne. Ein Neubau kostet (ohne Grundstück) rund 1.700 bis 2.000 €/m², die energetische Sanierung, großzügig gerechnet, um die 100 bis 400 €/m² (wenn es keine Hohlräume zum Einblasen gibt). Für eine Abrißentscheidung kommen also immer andere, wesentlich teurere Gründe hinzu.