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Schallschutz für Geschoßdecken

Schallschutz, Schalldämmung, Trittschalldämmung

Eine der häufigsten Fragen unserer Kunden bei Schallschutzdämmungen ist, "ob, und wenn ja, wie es funktioniert ". Daher zunächst etwas Bauphysik. Bei Schallübertragung wird zwischen "Luftschall" und "Trittschall / Körperschall" unterschieden:
  • Gegen Körperschall hilft aus bauphysikalischer Sicht nur die Entkopplung von Bauteilen durch weiche Zwischenlagen, aber das ist eine sehr unvollständige Betrachtung der Zusammenhänge (für das "ganze Bild" müssen Sie hier weiterlesen).
  • Gegen Luftschall wird klassischerweise "Masse" empfohlen, also schwere Einlagen aus Sand, Gehwegplatten, Asphalt und dergleichen.
Soweit, so klar, aber dann gehen Theorie und Praxis verschiedene Wege:
  • Ist die schwere Schicht zerklüftet, wie z.B. bei Bauschutt, Lehmwickeln oder Schotter, dann ist es schnell aus mit dem Luftschallschutz, weil es dann zum sog. "Schlüssellocheffekt" kommt, d.h. der Schall dringt an der schwächsten Stelle durch. Zufällig entstandene Lücken in einer stückigen Schüttung lassen sich aber in den Rechenprogrammen der Akustiker nicht berechnen. Die theoretisch richtige Empfehlung "Masse gegen Luftschall" hält dann oft in der Praxis nicht das, was sie verspricht. Auch können Schallübertragungen durch Installationsschächte die Ursache sein.
  • Zwischen Körperschall und Luftschall gibt es Wechselwirkungen, die in der Literatur kaum thematisiert werden. Körperschall erzeugt in Hohlräumen über Halleffekte zusätzlich  einen "körperschallbegleitenden Luftschall". Das subjektive Störungsempfinden kann zwischen "echtem" primären Körperschall und "sekundärem" körperschallbegleitenden Luftschall, also z.B. Halleffekten in Deckenhohlräumen und Schwingungen der unteren Deckenschale, nicht unterscheiden. Folglich ist es auch für die Senkung der Lärmbelastung egal, ob Sie zuerst den primären Körperschall reduzieren (teuer) oder zuerst den sekundären Luftschall (günstig).
  • Hier erfahren Sie mehr über Schallschutz für Dächer (z.B. in Flughafennähe oder an einer stark befahrenen Straße).
Geschossdecke Schallschutz Übersicht
Schall können wir im Gegensatz zum Wärmedurchgang nicht berechnen, aber aus den Rückmeldungen unserer Kunden wissen wir, daß Zellulosedämmung gegen Luftschall schon bei 5 cm Schichtdicke spürbar ist. Eine 10-cm-Dämmschicht mit Zellulose bringt eine Reduzierung um ca. 2 dB. Das entspricht in etwa einer Halbierung des Luftschalldurchgangs. In dem hier abgebildeten Schema in Anlehnung an die Schallschutz-DIN 4109 haben wir die Aussagen der Kunden zusammen mit den eigenen subjektiven Beobachtungen verallgemeinert wiedergegeben. Zum Vergrößern - wie immer - draufklicken!

Unter einem pragmatischen Denkansatz sollte man weder NUR die Bauphysik, noch NUR die Kosten optimieren, sondern beides. Man beginnt mit der preiswertesten Maßnahme und prüft deren Wirkung. Mit dem Verfüllen der Hohlräume mit einer Zellulose-Einblasdämmung (Kosten ca. 30 €/m²), schließt man nicht nur die "Schlüssellöcher", sondern stoppt auch den "körperschallbegleitenden Luftschall". Alle Alternativen (abgehängte Decken und neuer Fußbodenaufbau) sind erheblich teurer, und wenn das Verfüllen der Hohlräume nicht genügen sollte, baue die weiteren Maßnahmen darauf auf. Die Einblasdämmung ist nicht verloren.

Akustiker hingegen empfehlen bei Schallproblemen in Holzbalkendecken als erstes eine Trittschalldämmung, weil damit die meisten Luftschallprobleme gleich miterledigt werden. Klingt vernünftig und ist "bauphysikalisch-theoretisch" vollkommen richtig, aber mit Kosten von 60 bis 120 €/m² verbunden.

Die schalldämmende Wirkung der Zellulose entsteht durch die hohe Faserdichte und die Struktur der Dämmschicht, die den Schall beim Durchdringen zu ständigen Richtungsänderungen zwingt (der sog. "längenspezifische Strömungswiderstand"), wobei er auf wenigen Zentimetern viel Energie verliert. Das Standardrezept gegen Luftschallübertragung, "Masse" nämlich, muß also 1. eingeschränkt werden auf homogene, nicht zerklüftete Schichten, und 2. erweitert werden um "verdichtet eingeblasene Zellulose" als leichtere, aber ähnlich wirksame Alternative. Insgesamt beeinflußt eine Vielfalt von Einflußgrößen das Ergebnis, unter anderem die Art und Dichte des Holzes, Art und Dichte der Schüttung, Raumgröße, Schallbrücken senkrecht durch Wände und Schallbrücken durch Installationsschächte, um nur einige zu nennen.

KEINE Alternative für den Schallschutz ist GLASWOLLE. Diese liegt mit einer Dichte von ca. 15 kg/m³ in der Decke, und als Matte hat sie immer Fehlstellen an den Rändern. Die Zellulose hingegen liegt mit 45 kg/m³ im Balkenfeld (bei 10 cm Dicke also 4,5 kg/m²) und füllt, weil sie eingeblasen wurde, jeden Ritz und jede Unebenheit hohlraumfrei aus. Da das Ausgangsmaterial bei der leichteren Glaswollmatte schwerer ist als das Ausgangsmaterial der Zellulose (Reindichte von Glas: ca. 2,5 g/cm³: Zellulose: ca. 1,5 g/cm³), muß die leichtere Zellulosefaser also noch dichter im Gefüge sein als die Glasfaser, also nicht 3fach dichter, sondern 4- bis 5-fach.

Gegen Schall in großen Büros, Hallen etc. informieren Sie sich bitte auf www.isofloc.de (dort nach "silencio" suchen) und sprechen uns dann an. Klicken Sie hier, wenn Sie mehr über Schallübertragungen durch Installationsschächte erfahren wollen.

Bei der Ausführung macht es keinen Unterschied, ob wir gegen Wärmeverlust, Wärmeeintrag, Trittschall, Luftschall, gegen einfrierende Leitungen oder gegen kalte Durchlüftung dämmen. Damit Sie sich die Arbeiten etwas konkreter vorstellen können, hier ein paar visuelle Eindrücke von unseren Geschoßdeckendämmungen. Wir können die Geschoßdecke grundsätzlich von oben, von unten oder von der Seite her erschließen - je nach dem, "wo es am wenigsten wehtut".
Geschossdecke 1 (pic)
Geschossdecke 4 (pic)
Geschossdecke 4 (pic)
Geschossdecke 5 (pic)
Geschossdecke 6 (pic)
Geschossdecke 7 (pic)
Geschossdecke 8 (pic)
Geschossdecke 9 (pic)
Geschossdecke 10 (pic)