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Welche Risiken gibt es?

Feuchtetransport von innen: durch Wanddiffusion geht nur ca. 3 bis 5% der wohnbedingt entstehenden Feuchte durch den Luftspalt, da Mauerwerk entsprechend dampfdicht ist (µ-Wert ca. 25, sd-Wert bei 12,5 cm Dicke der inneren Mauerschale = ca. 3 m Widerstand für den Feuchteeintrag, bei der Feuchteabfuhr durch die Außenschale kommt zur Diffusion in gleicher Größenordnung noch die kapillare Verteilung hinzu). Der Feuchtetransport in dieser Richtung spielt also absolut keine Rolle.

Feuchtetransport von außen nach innen: mit zweischaligem Mauerwerk verfolgte man zwei Ziele: Einsparung von Baumaterial (der Materialkostenanteil an den gesamten Baukosten war damals erheblich höher als heute!) und kapillare Trennung (Entkopplung) der wechselfeuchten, weil schlagregenbelasteten Außenschale von der trockenen Innenschale. Das mit der kapillaren Trennung klappte auch, nur die thermische Trennung klappte nicht, weil sich die Luft im Mauerspalt bewegt und die Wärme an die Außenschale und die Kälte an die Innenschale transportierte. Heute gibt es herstellerseits wasserabweisend ("hydrophobiert") ausgerüstetes Dämmaterial, das diese kapillare Trennung nicht abschwächt, sondern im Gegenteil noch verbessert. Zweischaliges Mauerwerk ist daher hinsichtlich Schlagregensicherheit immer besser als massives Mauerwerk, nach der Kerndämmung erst recht. Dennoch - auch eine Außenschale kann nur begrenzt Wasser vertragen. Sie sollte daher einen intakten Putz bzw. intakte Fugen aufweisen. Die Wasseraufnahme durch Schlagregen hängt ab von der Klimazone, dem Dachüberstand, der Himmelsrichtung und dem Zustand und der Beschaffenheit von Putz und Farbe an den Außenwänden. Zum Feuchtehaushalt bei zweischaligem Mauerwerk gibt es ein informatives Merkblatt vom Fraunhofer-Institut für Bauphysik und einen Fachtagungsbericht vom Februar 2000.

Feuchteentstehung von innen: im Urzustand wird die Innenschale ständig abgekühlt - mindestens durch die rollende Luftschicht, die an der Innenseite auf- und an der Außenseite abströmt, bei kalter Hinterlüftung der Außenwände kühlt die Innenschale noch mehr ab. Als Folge kondensiert die Raumfeuchte an den Innenschalen der Außenwände und Sie müssen dagegen "anheizen". Die Kerndämmung bewirkt, daß die Innenschale einer zweischaligen Außenwand wärmer wird, und damit aus den kondenswasserträchtigen kalten Temperaturzonen herauskommt.

Wenn Sie diese Aussagen ein bißchen detaillierter mit Beispielberechnungen des Feuchte- und Temperaturverlaufes sehen möchten, oder wenn Ihnen ein "Fachmann" erklären will, bei Kerndämmungen gäbe es ein Feuchterisiko, dann klicken Sie auf die nächste Seite: Wärme- und Feuchteberechnungen vertieft.