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Dämmung im Neubau (Schräg- und Flachdächer, Holzrahmenbau)


Dämmstoffeigenschaften

Die energetischen Anforderungen im Neubau werden immer anspruchsvoller, die Schadensträchtigkeit steigt entsprechend, und die Kombination von Blower-Door und Thermographie deckt alle Mängel auf - nur leider zu spät, wenn Trockenbauer und Maler schon alles verschlossen haben.

Es gibt ein zuverlässigeres Dämmverfahren als Mineralwollmatten. Eingeblasene Zellulose bietet Ihnen - auch im Neubau - folgende Vorteile:
  • Im sommerlichen Wärmeschutz: aufgrund seiner höheren Dichte (40 bis 50 statt 15 kg/m³) erheblich besser.
  • Lückenlos winddicht und verschnittfrei. Natürlich auch an den "Problemzonen": den Abseiten, der Fußpfette, Mittelpfette, Firstpfette, Zangen, Kehlbalken, Grate, Schifterfelder, Wechsel und Dachfenstern. Da paßt Isofloc immer, weil es sich immer anpaßt.
  • Der Blower-Door-Test zeigt den Unterschied. Anschlüsse an Wände und Gauben, Übergänge, Durchdringungen, bei uns sind sie dicht, bei anderen nicht.
  • Feuchtetolerant: wer einmal im Winter glaswollgedämmte Dächer geöffnet hat, wird sich über "unerklärliche" feuchte Stellen gewundert haben. Das ist Tauwasser, hervorgerufen durch kleine Fehler in der Dampfsperre: feuchtwarme Luft strömt ein und kondensiert an der Kaltseite der Dämmschicht aus. Glaswolle leitet das Problem an das Holz weiter, Isofloc lagert bis 20% Wasser ein, ohne daß es sich feucht anfühlt, und gibt es im Sommer wieder ab. Glaswolle erlaubt Konvektion (Luftdurchströmung, feuchtwarm von innen, kalt von außen), Isofloc nicht.
  • Auch im Schallschutz erheblich besser, und auch hier liegt es an der höheren Dichte.
  • Denkmalschutz: unsere Dämmung wird minimalinvasiv eingebracht, dann umschließt und schützt sie unsichtbar und substanzschonend alle Bauteile.
  • Schornsteine ummanteln wir vorschriftsmäßig mit Steinwolle - auch die haben wir "blasbar".
Aufgrund von Borsalz und Aluminiumhydroxid außerdem:
  • Brandsicher (Brandschutzklasse B2): bildet bei Brand oberflächlich eine dünne Kohleschicht, bleibt darunter bestehen und schützt viel länger als Glaswolle, die zwar nicht glimmt, aber dafür gleich wegschmilzt.
  • Insekten- und schimmelsicher.
  • Borsalz hat ungefähr die selbe lethale Dosis wie Kochsalz und gast nicht aus. Aufgrund von Tierversuchen ist es in die Kritik geraten, zweifelhafte Tierversuche jedoch, weil die dabei angewandte Dosis einer menschlichen Tagesaufnahme von 5 g reinem Bor - täglich entsprach! Gleichwohl gehen die Hersteller zunehmend dazu über, das Borsalz durch Aluminiumhydroxid zu ersetzen. Auch Isofloc bietet die boratfreie Variante an.
 Ref52b Isofloc Dachdämmung
  • Isofloc: Fast 100 Jahre Praxiserfahrungen mit Zellulose in Skandinavien, USA und Kanada.
  • 30 Jahre Erfahrung mit isofloc in Deutschland.
Die unsichtbare Dämmlücke: Komplexe Hohlräume in Dach und Geschoßdecken können mit Dämmatten nicht passend nachgebildet werden und bleiben teilweise hohl. Mineralwolle hat aufgrund ihrer geringen Dichte kaum Windwiderstand. Zudem liegen die Mineralwollmatten oft hohl oder auf einer Traglattung, die wie ein Kaltluftverteilgitternetz wirkt. In Abseiten werden die Matten meist zwischen die Sparren geklemmt. Fällt eine Matte in einem Sparrenfeld herunter, dann funktioniert die ganze Abseite als Kaltluftverteilkanal (Bilder dazu im hier anschließenden Unterkapitel). Dies führt dazu, daß viele Dächer in Wirklichkeit um 25 - 50% mehr Energie durchlassen als auf dem Papier. Die Nachdämmung solcher Dächer jeden Alters, darunter viele Neubauten innerhalb der ersten fünf Jahre, ist ein wesentlicher Tätigkeitsschwerpunkt für uns. Noch lieber aber sind wir schon bei der Erstausstattung beteiligt und können dann den Bauherren die Zusatzkosten für die Zweitdämmung ersparen.

Wir verarbeiten im Zellulosebereich Produkte von Isofloc und sind zertifizierter Partner von Isofloc.
Isofloc Logo

Zerklüftete Neubaudächer

Gelegentlich heißt es, Einblasdämmung sei nur etwas für die Altbausanierung, und im Neubau könne man das Dach gleich von Anfang an mineralwollmattentauglich planen. Sehen Sie sich dieses Mehrfamilienhausdach einmal genauer an und klicken Sie auf die Bilder, um die kritischen Stellen hervorgehoben zu sehen: kein Sparrenfeld gleich breit, spitze Winkel, nach außen geöffnete Fächer, überall Kanten und Absätze. Nicht alle Neubaudächer sind so "kompliziert", aber selbst beim einfachsten Satteldach gelten die Vorteile der Zellulosedämmung im Feuchtehaushalt, bei der Winddichtheit und bei der Schalldämmung - wie schon auf unserer Startseite beschrieben.

Wir haben das hier abgebildete Dach mit Zellulose gedämmt und den Blower-Door-Test auf Anhieb bestanden. Auch die unvermeidlich mit eingebaute Rest-Baufeuchte ist bei Zellulose kein Problem, vorausgesetzt natürlich, das Dach ist dann dicht.
Neubaudach1 (pic)
Neubaudach3 (pic)
Neubaudach4 (pic)
Neubaudach5 (pic)
Neubaudach6 (pic)

Schallschutz

Der hier oben dargestellte Neubau steht an einer belebten Straße und hat erhöhte Schallschutzauflagen. Im Dach bedeutet das nicht nur den fachgerechten Einbau besonders schalldichter Fenster und Balkontüren. Auch die Dachflächen selbst hätten zuviel Schall durchgelassen, wenn sie wie üblich aus Dachziegeln, Glaswolldämmung und ein oder zwei Lagen Gipskarton gebaut worden wären.

Hier wurde eine Zellulosedämmung eingeblasen, mit ca. 45 kg/m³ Dichte statt 15 kg/m³ bei Glaswolle. So bekommen Sie nicht nur mehr Masse ins Dach (gut für die Luftschalldämmung und den sommerlichen Wärmeschutz), sondern vermeiden auch, daß kleinste Lücken in der Dämmung den Schallschutz wieder zunichte machen (der gefürchtete "Schlüssellocheffekt"). Ausführlicher haben wir die Grundlagen zu Luft- und Körperschall schon bei den Geschoßdecken behandelt.

Selbstverständlich dämmen wir auch bestehende Dächer nachträglich gegen Schalleinwirkungen. Egal ob Neubau oder Sanierung, ob es um Schallschutz geht, um sommerlichen oder winterlichen Wärmeschutz, Winddichtheit oder Feuchteschutz: es ist die selbe Dämmung - setzungssicher, hohlraumfrei, konturfolgend, dicht, aber diffusionsoffen, und mit den aufgezählten Wirkungen untrennbar im Gesamtpaket.

Sommerlicher Wärmeschutz

Im Sommer funktioniert der Wärmewiderstand der Dämmschicht in umgekehrter Richtung - die Wärme soll nicht ein- sondern ausgesperrt werden. Dabei haben wir es gerade auf einer Dachoberfläche mit extremen Temperaturschwankungen zwischen Mittagshitze und Nachtkühle zu tun. Während im Winter Tages- und Nachttemperaturen höchstens 10°C auseinanderliegen, sind im Sommer auf einem Dach gerne 50°C und mehr (15°C in der Nacht, 65°C über Mittag). Je dicker die Dämmschicht, desto schwächer sind die Temperaturschwankungen an der Innenseite. Die Linie für Innen wird mit zunehmender Dämmung "gerader" (siehe Grafik). Optimal ist eine Dämmstärke von ca. 30 cm, sowohl für den winterlichen als auch den sommerlichen Wärmeschutz.

Bei der nachträglichen Dachdämmung im Altbau ist aber die Dämmschichtdicke begrenzt. Hier geht es darum, einen bereits vorhandenen Hohlraum zu dämmen, und der ist oft nur 12 bis 16 cm dick. So sehr gerade bekommen wir die Innenkurve also im Altbau nicht. Dafür können wir beim sommerlichen Wärmeschutz eine andere Stellschraube nutzen - die Dämmstoffmasse. Masse speichert Wärme, und je mehr Masse, desto länger dauert die Durchwärmung der Dämmschicht von außen nach innen. Die Dauer, die die Wärme auf ihrem Weg durch die Dämmschicht braucht, nennt man "Phasenverschiebung". Was bringt uns das?

Das sehen Sie am besten an dieser Vergleichsberechnung. Ein Dach mit einer altbautypischen Dämmstärke von 15 cm, einmal mit Glaswolle (ca. 15 kg/m³ Dichte) und einmal mit Zellulose (45 kg/m³ Dichte). Beiden Dämmstoffen haben wir den selben Wärmewiderstand (Lambda-Wert) von 0,040 gegeben, und dennoch puffert die schwerere Zellulose die außen auftretenden Wärmeschwankungen deutlich besser ab. Das Temperaturmaximum an der Zimmerdecke kommt mit Glaswolle schon um 21:30 Uhr mit rund 28 °C, mit Zellulose erst um 23:45 Uhr, über zwei Stunden später, und mit einem Grad weniger. Um diese Zeit haben Sie längst wieder die Fenster geöffnet und die Abendkühle hereingelassen. Wohlgemerkt, die Innenkurve beschreibt nicht die Lufttemperatur im Zimmer, sondern die Materialtemperatur an der Zimmerdecke. Die kühle nächtliche Außenluft im Raum kompensiert die Zimmerdeckenwärme, und die Zimmerdecke kann nächtens besser abgekühlt werden als am frühen Abend.

Je dünner die Dämmschicht, desto stärker wirkt sich das Dämmstoffgewicht bei der zeitlichen Verzögerung (der Phasenverschiebung) aus. Von der Glaswoll-Industrie werden Sie das Gegenteil hören, die Dämmstoffdichte und damit auch der Dämmstoff hätte nämlich keinen Einfluß auf den sommerlichen Wärmeschutz - ja, auch das stimmt, aber nur für neubautypische Dämmstärken ab ca. 25 cm Dicke. Dann ist die Innenkurve so gerade, daß die Phasenverschiebung kaum noch zur Geltung kommt. Aber je dünner die Dämmschicht, desto stärker sind die Temperaturschwankungen an der Innenseite, und desto wichtiger ist eine möglichst lange Phasenverschiebung, um das Temperaturmaximum an der Zimmerdecke in die Nacht zu verlagern.

Klicken Sie auf das Bild zum Vergrößern. Die Grafiken sind Ausschnitte aus www.u-wert.net, dem bekannten U-Wert-Rechner, mit dem Sie für Ihre Bauteile den winterlichen Wärmedurchgang, sommerlichen Wärmeschutz und den Feuchtehaushalt durchrechnen können. Sie können also auch einen anderen - Ihren - Dachaufbau damit nachrechnen. Es gibt einen kostenfreien Zugang für private Gelegenheitsnutzer und einen kostenpflichtigen Zugang für die gewerbliche Nutzung, mit mehr Funktionen und Komfort.
 Abseite Schnittzeichnung (pic)

Sanierungen, Abseitendämmungen, Winddichtung, Nachverdichtung, Mängelbeseitigung

Beim Ausblasen vorhandener Hohlräume genügt es nach der Energieeinsparverordnung (EnEV), wenn man die vorhandene Luftschichtdicke nutzt (siehe Anlage 3 zu §§ 8 bis 10 der EnEV 2014, Ziff. 1 Satz 4 und 5 für Außenwände, Ziff. 4 Satz 6 zweiter Halbsatz für Dächer und oberste Geschoßdecken, Ziff. 5 Satz 5 für Kellerdecken). Sie erfüllen die EnEV also auch, wenn Sie die eigentlich vorgeschriebenen Dämmstärken nicht erreichen (das sog. Einblasdämmprivileg)!

Ein erheblicher Anteil unserer Aufträge betrifft das Nachdämmen von Mineralwolldächern. Dabei sehen wir jedes Mal Bilder wie bei dieser Abseiten- und Gaubensanierung hier (klicken Sie auf die Bilder, um das Grauen in voller Größe zu sehen). Aber selbst wenn auf den ersten Blick die Dämmung gut aussieht: der kalte Wind pfeift durch wie bei einem grobmaschigen Strickpullover.

Abseiten (das sind die dreieckigen Hohlräume im unteren Dachbereich, gebildet durch die senkrechte Wand innen und die weiterlaufende Dachschräge außen) bilden den Schwerpunkt dieser Mängelbeseitigungen. Klicken Sie hier für mehr Informationen zu Abseiten.
Abseite mit einfrierenden Leitungen
Kalte zugige Abseiten
Abseiten dicht und warm
Ref521_6 Aufliegefenster
Ref521_7 Aufliegefenster
Ref521_8 Aufliegefenster
Ref22_1 Kaltlufteintrag
Ref22_2 Hinterlüftung
Unterschlag Dämmschicht
Ref22_3 Fehlende Dämmung
Ref521_1 Gaube Fehlende Dämmung
Ref521_2 Gaube Fehlende Dämmung
Ihr Dach auch? Jeder hat auf dem (...) des Vorgängers weitergewerkelt?

Richtig eingeblasene Zellulose hat genug Durchströmungswiderstand, bildet eine fugenlose und hohlraumfreie Dämmschicht und wird nicht kalt hinterlüftet. Es gibt keinen unkontrollierten Luftaustausch mehr. Was in der Mineralwollwelt mit Klebebändern und Plastefolie versucht wird, erledigt bei uns die Zellulose - der Dämmstoff macht die Winddichtung. Auch bei vermurksten Dächern, bei denen man mit vertretbarem Aufwand nicht mehr an die Klebestellen kommt, oder wo eine Luftdichtung mit Dampfbremse & Co. nicht einmal ansatzweise versucht wurde. Inzwischen können wir mit wachsender Begeisterung sagen, daß es uns durch Nachdämmen jedes Mal gelungen ist, beim blower-door-Test einen Prüfdruck von 50 Pa aufzubauen und eine Luftwechselrate von 4 oder weniger zu erreichen.

Reetdächer (Rohrdächer)

Statt mit einer wasserdichten Schicht, wie es bei Ziegel-, Papp- oder Blechdächern der Fall ist, leiten hier die Halme das Regenwasser durch Adhäsion und Schwerkraft nach unten ab - das Prinzip, das beim "letzten Tropfen" an einer Kanne nach dem Eingießen nervt, hält hier die tieferen Reetschichten trocken. Allerdings ist Reet so winddurchlässig wie kein anderes Dachmaterial. Diese Winddurchlässigkeit braucht es auch zur Trockenhaltung. Damit ist auch klar, daß das Reet absolut keine Dämmwirkung haben kann, mag es noch so sehr danach aussehen.

Bei einem Dachausbau muß entweder diese Winddurchlässigkeit erhalten bleiben, indem man an der Dachinnenseite eine Hinterlüftungsschicht vorsieht, in die keine feuchtwarme Luft vom Dachausbau oder eventuell vorhandenem zweischaligem Mauerwerk eindringen darf. Nachteile dieser Hinterlüftungsschicht sind der Raumverbrauch, die erheblich höhere Brandgefahr und Unsicherheiten bei der Planung und Kontrolle (wie stark soll die Hinterlüftungsschicht sein, wo werden Zu- und Abluftöffnungen angeordnet, wie beeinflussen sie die Luftströmungen).

Zunehmend befürworten Fachleute (wir auch), direkt gegen das Reet zu flocken (auf jeden Fall ohne Unterspannbahn!). Man nutzt damit die Zellulose als Feuchtepuffer, wie z.B. bereits auf der Startseite erklärt und hier rechts im Bild gut erkennbar. Man erhält damit einen größeren Wohnraum, mehr Brandschutz und einen stabileren Feuchtehaushalt.
Nicht nur, aber auch bei Reetdächern: wenn Sie Ihr Dach neu eindecken oder umbauen und dafür eine schon vorhandene Zellulosedämmung absaugen lassen möchten, stimmen wir uns mit Ihrem Dachdecker ab: wir gehen vor und saugen ab (in einen Container), der Dachdecker geht hinterher und deckt um oder neu, anschließend blasen wir Ihre eingelagerte Zellulose-Reetdachdämmung aus dem Container wieder in die dann neu gedeckten Bereiche ein.

Bei Reetdächern sind auch Fachwerkwände nicht weit, hier geht´s zu Fachwerk-Innendämmungen.

Abseiten, das Mängelthema Nr. 1 (einschließlich einfrierender Leitungen)

Vielleicht 2 von 10 Abseiten sind warm, die anderen 8 sind "Kaltluftverteilkanäle". Wir könnten seitenweise Bilder veröffentlichen mit mißratenen Abseiten. Woran liegt das?

Es liegt daran, daß man einen perfekten Matten-Fußpfetten-Mauerkronenanschluß so schön zeichnen kann - nur bauen kann man ihn nicht (aber was kümmert das den Architekten...). Generell ist es fast unmöglich, Abseiten mit Matten so zu dämmen, daß sie winddicht sind. Ein winddichter Anschluß an die zerklüfteten Oberflächen von Fußpfette und Mauerkrone kann schon vom Zuschnitt der Matten her nicht gelingen - sehen Sie genauer hin, klicken Sie auf die nebenstehende wirklichkeitsgetreue Zeichnung, und wenn Sie es dann immer noch nicht glauben, kaufen Sie sich ein Paket Glaswollmatten, ein Dämmstoffmesser, und versuchen Sie, die Matte schräg abzuschneiden. Das klappt bestenfalls, wenn Sie die Matte anfeuchten und dann einfrieren (niemand kann das ernsthaft wollen), aber dann bleibt sie immer noch vom Fasergefüge her zu winddurchlässig.

Das selbe trifft auch zu auf Firstdreiecke. Die Matten von den beiden Dachseiten treffen hier zusammen, darunter befindet sich ein Hohlraum, und jede Menge "störender" Hölzer (Firstlaschen) dazwischen, die einen winddichten Zusammenschluß der Matten unmöglich machen. Mit der Folge, daß hier ungehindert kalte Zugluft eindringt und die Wärme herausbläst.

Zudem sind die Matten vom Material her zu luftdurchlässig und haben keinen Halt. Eigentlich sollte die Unterspannbahn eine Windbremsfunktion erfüllen, aber die Verklebungen - wenn sie überhaupt sorgfältig ausgeführt wurden - lösen sich mit der Zeit. Irgendwo in der Abseite muß dann in den Herbst- oder Frühjahrsstürmen nur eine Matte absacken (siehe Bilder oben im vorherigen Abschnitt), und die gesamte Abseite wird zum Kaltluftverteilkanal. Eingeblasene Zellulose hingegen paßt perfekt wie eine gegossene Dichtung, ist zugleich diffusionsoffen und verhindert Kondenswasser.

Gern werden Leitungen in Abseiten verlegt und dann dort vergessen. Im Sommer, der Haupt-Bauzeit, merkt man ja noch nicht, wie kalt sie im Winter werden. Wenn der Wind dann im Winter auf der entsprechenden Seite steht, wird die Mineralwolle schnell eiskalt durchgeblasen - bis die Leitungen einfrieren. Ob die zugefrorene Leitung dann platzt oder nicht, merken Sie erst wieder beim Auftauen. Das hängt davon ab, ob es nur einen Eispfropf gegeben hat (Rohr platzt nicht) oder ob zwei davon aufeinander zugewachsen sind (Rohr platzt).

Abhilfe: eingefrorene Rohre vorsichtig "von flüssig nach fest" auftauen, überprüfen. Dann Abseite mit Isofloc ausblasen lassen und damit zugleich winddicht machen. Je nach Lage der Leitungen ggf. zur Sicherheit noch ein Heizband einziehen.

Vorsorge: Abseitendämmung beauftragen, bevor die Leitungen einfrieren. Auch ohne Frostschaden machen kalte zugige Abseiten keinen Sinn, sondern sorgen nur für überflüssigen Energieverbrauch.

Die hier gezeigten zugigen Abseiten sind zudem besonders schimmelanfällig. Oft ist der Schimmel der Auslöser für die beauftragte Dämmaßnahme, da an den kalten Oberflächen Feuchte aus der Raumluft auskondensiert und feuchte Oberflächen nun mal eine ideale Schimmelgrundlage sind. Eine Schimmelbeseitigung ist daher nur dann nachhaltig, wenn auch die Kältezufuhr unterbunden wird. Warme Oberflächen - keine Kondensfeuchte - kein Schimmel mehr. Sonst kommt er immer wieder.
 Abseite Schnittzeichnung (pic)
Ref218 Frostschutz für Leitungen
 

Seilklettertechnik - sparen Sie sich das Gerüst


Viele ausgebaute Dächer können von innen oder von außen nachgedämmt werden. Neu-tapezieren oder Gerüstkosten? Keines von beiden, wir "können von außen" und brauchen kein Gerüst, wir nutzen Seilzugangstechnik und sind entsprechend ausgerüstet.

Sprechen Sie uns an, wir unterbreiten Ihnen ein Angebot.
Abseite Leitungen Frostschutz (pic)
Abseite Seilklettern (pic)
Abseite Seilklettern (pic)
Dacharbeiten am Seil


(Nachträglicher) Dachausbau / nachträgliche Dämmung / auch unter vermörtelten Dächern ohne Unterspannbahn.

Dachausbau im Neu- und Altbau ist unser Ding. Die nachfolgende Bilderserie zeigt die Phasen eines nachträglichen Dachausbaus in einem Altbau. Wenn Ihr Dach schon eine Unterspannbahn hat, fangen Sie einfach mit dem vierten Bild an, ab da sind die Schritte im Neu- und Altbau gleich. Auch die nachfolgenden drei Absätze treffen dann nicht zu.

Unausgebaute ältere Dächer haben meist keine Unterspannbahn gegen Flugschnee und Treibregen, sondern sind mit Mörtel verstrichen - oder auch nicht, besonders wenn es sehr maßhaltige Dachsteine sind. Ein Dachausbau im Einklang mit den sog. "allgemein anerkannten Regeln der Technik" würde dann das komplette Ab- und wieder Neueindecken des Daches bedeuten, mit Unterspannbahn, Konterlatte, Dachlatte und Deckung. Das sprengt manches Budget und ist ärgerlich, wenn die Deckung ansonsten noch in Ordnung ist.

Es gibt ein Verfahren, das außerhalb der "allgemein anerkannten Regeln der Technik" funktioniert. Die Unterspannbahnen werden feldweise zwischen den Sparren eingezogen, nachdem vorher je nach Feldbreite ein oder zwei sog. "fliegende Konterlatten" zwischen den Sparren von innen an die Dachlatten geschraubt werden. Dadurch entstehen zwischen Unterspannbahn und Dachlatten kleine Ablaufrinnen für unplanmäßig eindringendes Wasser. Auch bereits ausgebaute Dächer mit "alten" Innenausbauten, ohne Unterspannbahn und mit leeren (ungedämmten) Sparrenfeldern, können so gedämmt werden. Die in diesem Zusammenhang manchmal angebotenen "Dämmsäcke" haben die üblichen Nachteile in den Anschlußbereichen (Fußpfette, Kehlbalken, Wechsel, Schifter), die wir mit unserem "halben Dämmsack" vermeiden.

Sie sparen viel Geld, weil Sie das Dach nicht neu eindecken müssen. Dafür hat das Dach aber weniger "Fehlertoleranz" - wenn z.B. ein Dachziegel im Sturm verloren geht, muß er sofort ersetzt werden. Wenn Sie in ein paar Jahren das Dach doch neu eindecken möchten, ist die Dämmschicht während der Dachöffnung durch die Unterspannbahn geschützt. Diese Kostenverschiebung in die Zukunft entspricht wesentlich besser dem Lebenzyklus einer Familie, der anfangs von niedrigem Einkommen und hohen Investitionen geprägt ist.
Altbaudach von innen (pic)
Fliegende Konterlatte (pic)
Unterspannbahn feldweise (pic)
Dampfbremse (pic)
Traglattung (pic)
Trockenbau (pic)
Trockenbau fertig (pic)

Dampfdichte Flachdächer, Pappdächer

Wie geht Zwischensparrendämmung unter einem dampfdichten Pappdach?
Bei Ziegeldächern
versteht es jeder: innen halte ich mit einer Dampfsperre die feuchtwarme Luft fest, außen ist es diffusionsoffen. Die Dachneigung und die Fugen zwischen den Dachziegeln sorgen für genug Belüftung, eventuelle Feuchtigkeit kann abziehen.

Aber bei einem (immer diffusionsdichten) Pappdach? Der Planer plant dann wieder warmseitig eine Dampfsperre, diesmal eine besonders dichte, besonders gut verklebt, und darauf Mineralwollmatten (etwas anderes kennt er nicht). Manchmal auch auf den Matten eine Überlüftung, in der Dachhaut Pilzlüfter (wie hier im ersten Bild), dann hofft der Planer, die Feuchte fände so den Ausgang.

EINFACH NUR ÜBERALL DICHT... Fatalerweise galt nach der alten Fassung der Tauwasser-DIN 4108-3 ein Dach dann als "nachweisfrei" (d.h. "immer richtig"), wenn es an der Warmseite mit einer DampfSPERRE ausgerüstet ist, deren sd-Wert (Dichtheitsmaß) mindestens 100 m beträgt. Als Folge wurden jahrelang und werden bis heute Pappdächer mit Dampfsperren gebaut, mit verheerenden Schäden, meist nach Ablauf der 5 Jahre Gewährleistung auftretend, und fast immer werden die Feuchteschäden mangels besseren Wissens einer undichten Dachhaut angelastet. Daß eine Dampfsperre falsch sein muß, wenn auch die Außenseite dampfdicht ist, konnte man ab 1993 bei Robert Borsch-Laaks nachlesen. Immerhin dann schon 19 Jahre später im Jahr 2012 wurde in der Holzschutz-DIN 68800-2 das "Dampfsperren-Dogma" aufgehoben und eine Trocknungsreserve von 250 g/m² festgeschrieben, die auch an der Warmseite mit einer DampfBREMSE (sd-Wert unter 10 m) erreicht werden kann. Die Tauwassernorm DIN 4108-3 brauchte dann noch weitere 2 Jahre, bis 2014 auch hier die Erkenntnis in die Definition "nachweisfreier Dächer" Eingang fand.

DANN HALT BELÜFTET? Weil Dampfbremsen den Planern suspekt waren und ohnehin mit Mineralwolle nicht so gut funktionieren wie mit Zellulose, gab es noch einen anderen Notbehelf aus der Mineralwollwelt: die Überlüftung auf der Dämmschicht. Doch auch hier gibt es ein Problem: mit den großen Luftvolumina hat man das Risiko punktueller Kondensfeuchteansammlungen an der kältesten Stelle, mit den Durchdringungen hat man die Gefahr von Undichtigkeiten. Belüftung "lockt" auch immer - durch die unvermeidlichen Fehler in der Dampfsperre - feuchtwarme Innenluft in die Dämmschicht und bringt Zehnerpotenzen mehr Kondenswasser ein als durch Diffusion. Belüftung ist Kühlung der Dämmschicht. Belüftung ist technologische Steinzeit.

Wie geht es also richtig?

Die Antwort: Sie brauchen eine hohlraumfreie Verfüllung mit einem saugfähigen Dämmstoff, der im Winter das Wasser in seiner Zellstruktur einlagern kann und es so von den umliegenden Hölzern fernhält. Durch den Löschblatteffekt der Zellulose können punktuelle Feuchtekonzentrationen in der Dämmschicht nicht entstehen. Der Löschblatteffekt zieht die Feuchtigkeit auseinander und verteilt sie in alle Richtungen ("Dekonzentration"). Dadurch steigt die Porenluftfeuchtigkeit an der Warmseite der Dämmung. Wenn die Luftfeuchte in der Dämmschicht und im Wohnraum gleich ist, ist die Dampfdruckdifferenz Null und die Feuchtediffusion kommt zum Stillstand, und es kann sich an der Kaltseite nicht unbegrenzt Feuchtigkeit anreichern. Bei Mineralwolle funktioniert das mangels Sorbtion nicht, bei Zellulose ist das eine "Kernkompetenz". Dies ist seit über 20 Jahren in der Fachliteratur immer wieder belegt, und unsere eigenen Meßreihen mit Feuchtemeßpunkten in Zellulosedämmschichten unter diffusionsdichten Dächern bestätigen dies. Weil die Dachdeckerindustrie immer noch überwiegend mit Mineralwolle arbeitet, nimmt das unterschiedliche Verhalten von Zellulose und Mineralwolle dort bis heute kaum jemand zur Kenntnis. Das verursacht bei uns immer wieder erheblichen Überzeugungsaufwand vor allem gegenüber eingefahrenen "Fachleuten", führt aber auch zu Bauschäden mit Mineralwolle, an denen wir wiederum verdienen. Viel lieber allerdings würden wir mehr in der Erstausstattung arbeiten und weniger in der Sanierung.

Im Sommer gibt es unter einem schwarzen Pappdach für die Feuchte genügend Anlaß, in die Dampfphase zu gehen und das Weite zu suchen, wenn sie darf. Die Dämmschicht wird also in jedem Sommer wieder auf Null gestellt. Und zwar nach unten, durch die diffusionsvariable Dampfbremse und die diffusionsoffene Zimmerdecke wieder raus, so wie sie im Winter reingekommen ist. Was also in der Mineralwollwelt fatal ist (außen dicht & innen offen), das geht mit Zellulose, aufgrund des Löschblatteffektes.  Dampfsperren an der Warm- UND Kaltseite wären auch für Zellulose fatal (und für Mineralwolle sowieso). Die Feuchtemenge, die im Winter rein- und im Sommer wieder rausgeht, wäre dann zwar geringer, aber die Austrocknung nach unten wäre stark beeinträchtigt, so reichert sich die Feuchte jedes Jahr weiter an.

Zellulose schützt auch das Holz, indem es durch seine Saugfähigkeit lokale Feuchtekonzentrationen verhindert, wie auch die Bungalowdächer der 1960er und 1970er Jahre zeigen, die vollkommen ohne Dampfsperre auskommen. Es gibt immer noch Bauherren und Planer, die beruhigt denken "Mineralwolle und Styropor sind feuchteunempfindlich, das nehme ich". Wo geht die Feuchte dann hin? Richtig, sie geht ins Holz! Hier sieht man die Folgen. Klicken Sie auf das Bild, um es zu vergrößern.

Mit Zellulosedämmung und EINER diffusionsoffenen Seite, egal ob innen oder außen, schaffen Sie schlankere und sicherere Konstruktionen als mit Mineralwolle. Gerade bei DG-Ausbauten unter Pappdächern, wo man um jeden Zentimeter Raumhöhe kämpft. Die hier beschriebenen Eigenschaften und Prozesse sind nicht nur in der Fachliteratur belegt, wir habe sie auch praktisch mit Hilfe von Feuchtemeßpunkten überprüft. Mehr dazu im nächsten Kapitel, lesen Sie also weiter.
Flachdach dicht (pic)
Flachdach dicht (pic)
Flachdach dicht (pic)
Flachdach dicht (pic)
Feuchteschaden
Flachdach Kondenswasser

Wie merke ich, wenn das Dach von oben her undicht wird?

Früher, zu ungedämmten Zeiten, gab es einen braunen nassen Fleck an der Decke und der Bewohner sah das Problem. Heute verhindert die Dampfbremsfolie das. Stattdessen bilden sich auf ihr unbemerkt Wassersäcke, Balken faulen im Verborgenen und den Schaden entdecken Sie erst, wenn sich die Balken auflösen, die Decke sich durchbiegt oder der Schwamm sich einen Weg bis zum Lampenauslaßkabel gebahnt hat. Ein Frühwarnsystem fehlt. Während die Handwerkerverbände und Normungsinstitute noch schlafen und von den Luftschichten unter Ziegeldächern träumen, haben wir zwei Lösungsvarianten entwickelt: Feuchtemeßpunkte direkt in den Sparren, wenn die Zugänglichkeit gegeben ist, und Fernmeßpunkte, wenn der Meßort und der Ableseort räumlich auseinanderliegen sollen.
Ref736_1 Frühwarnsystem Messpunkt Feuchtigkeit
Ref736_2 Frühwarnsystem Messpunkt Feuchtigkeit
Messen geht hier vor Rechnen, Praxis vor Theorie, Wissen geht vor Mutmaßung. Was wir Ihnen nicht abnehmen können, ist das regelmäßige Ablesen der Feuchtewerte. Wir ersparen Ihnen aber unangenehme Überraschungen
  • infolge von Wassereintritt von oben (da kann das Bauteil regelkonform sein oder nicht, irgendwo kann immer ein Leck sein),
  • infolge von Dampfdiffusion von innen nach außen, auch wenn sie vom Grunde her nicht berechnet werden kann, weil der Aufbau unbekannt ist,
  • selbst bei solchen, die rechnerisch gar nicht funktionieren dürften, vor allem wenn sie gedämmt werden. Meist funktionieren sie aber doch, aus vielerlei Gründen, deren Erklärung hier den Rahmen sprengen würde.

Wichtig ist hier nur, daß es funktioniert und daß wir Ihnen eine Menge Kosten ersparen. Statt z.B. ohne Dampfbremse ausgebaute Dachschrägen nur aus Haftungsvermeidungsgründen abreißen und erneuern zu lassen, dämmen wir, und Sie überzeugen sich anhand der Meßfühler über mehrere Jahre hinweg, daß es "doch" funktioniert (das hängt z.B. mit dem eigenen Dampfwiderstand verschiedener Ausbaumaterialien zusammen). Wenn nicht, dann haben wir einen "Plan B", den wir im Angebot gleich mitliefern und mit dem die Kosten meist immer noch unter denen der Totalerneuerung liegen.

(Fachwerk-)Innendämmungen

Das Problem bei Holzfaser- und anderen Dämmplatten ist, daß ebene / gerade Platten nicht an einer krummen, buckligen Wand vollflächig anliegen können. Sollten sie aber, denn sonst kann sich Kondenswasser (Tauwasser) an der Innenseite der Außenschale bilden.

Unsere Lösung: innen ca. 10 cm vor der Wand eine Gipskarton-Vorsatzschale 2 x beplankt (damit werden gleich die schiefen Außenwände ausgeglichen), und Zellulose als Dämmschicht einblasen. Diese Dämmschicht ist absolut hohlraumfrei und kann jedes Tauwasser wegsaugen und großflächig verteilen, "bevor es überhaupt entsteht". Sehen Sie sich dazu die Reihe mit den 5 Fotos an, am Schluß dieses Abschnittes.

Alternativ kann man statt der ersten GK-Lage und der Dampfbremse auch eine OSB-Platte verwenden, dann vereinfacht sich das Anschrauben der Gipsplatte als zweiter Lage, und später auch das Aufhängen von Bildern, Regalen etc. erheblich. Allerdings empfehlen wir das nicht bei Fachwerk-Innendämmungen, nur bei Mauerwerk ohne Holz.

Die Zellulose-Einblasdämmung ...

  • hat immer Vollkontakt zur Wand,
  • ist noch wesentlich saugfähiger als Lehm, Kork, Holzfaser etc., und verteilt die Feuchtigkeit schnell über große Bereiche wie ein Löschblatt,
  • erfüllt schon als Materialeigenschaft eine luftdichtende Funktion,
  • wird trocken eingebaut, Lehm (auch als Strohlehm, Leichtlehm etc.) enthält viel Wasser und trocknet langsam,
  • ist meistens preiswerter, wenn man bei einer schiefen Außen- und einer geraden Innenwand wirklich hohlraumfrei dämmen will.

In der Fachzeitschrift Holzbau Quadriga Nr 6/2012 wird von der Burg Knesebeck in der südlichen Lüneburger Heide berichtet. Dort sind beide Methoden angewandt worden; die Dämmung mit naß eingebautem Strohlehm und die mit Zellulose. Der Vergleich verlief für Lehm katastrophal, und zwar wegen der damit eingebrachten Wassermengen.

Neben dem Tauwasser gibt es noch eine zweite Gefahr bei Fachwerk-Innendämmungen: der Schlagregen. Im Unterschied zu Putz-, Backstein- oder Klinkermauerwerk neigt Fachwerk zur Bildung tiefer Spalten, durch die sehr viel Regenwasser tief ins Mauerwerk eindringen kann (vor allem an der Wetterseite, also meist aber nicht immer West, vor allem wenn Regen mit Wind zusammen wirkt).

Schlagregenschutz bietet in erster Linie ein möglichst üppiger Dachüberstand, aber auch der sorgfältige Fugenverschluß außen am Fachwerk, aber NICHT mit Silikon!! Dazu gibt es hervorragende Lehmprodukte, die sich genau so leicht wie Acryl oder Silikon verarbeiten lassen. Wenn Sie das interessiert, lassen Sie sich von uns ein Angebot machen und unser Merkblatt 540 für Fachwerk-Innendämmungen schicken.

Die Innendämmung von Sichtfachwerkwänden ist wirklich die Quadratur des Kreises: nach außen schlagregendicht, nach innen diffusionsoffen (also in Umkehrung der Regel "außen offen, innen dicht"), trotzdem im Kern tauwasserfrei, und nach heutigen Vorstellungen gedämmt - wie soll das zusammen funktionieren? Nur mit einer saugfähigen und hohlraumfreien Innendämmung - der "Löschblatteffekt" kommt wieder zum Tragen.
Fachwerk-Innendämmung (pic)
Natürlich gibt es auch funktionierende Fachwerkinnendämmungen mit Mineralwolle oder Calciumsilikatplatten, wenn die Platten perfekt passgenau und fugenfrei zugeschnitten wurden, hohlraumfrei anliegen, der Schlagregenschutz gegeben ist, kein Acryl und kein diffusionshemmender Anstrich verwendet wurde,  etc... Aber das Prinzip "Glück gehabt" ist kein Leitmotiv für eine geplante, neue Innendämmung, zumal die Calciumsilikatplatten (auch als Kalziumsilikatplatten, Calcithermplatten, AquaTherm-, Redstone- oder Wohnklimaplatten bekannt) inclusive Verarbeitung erheblich teurer sind (oft muß die bucklige Wand erst "gerade geputzt" werden, bevor der neue Putz dann hinter der Klimaplatte verschwindet...) außerdem sind sie sowohl in der Feuchtepufferung als auch bei der Wärmedämmung weniger leistungsfähig. Wenn Sie es noch in der Hand haben, wählen Sie die hier empfohlene Bauweise, die sicher, fehlertolerant und preiswert ist.
 
Innendämmung Fachwerk überputzt (pic)
Innendämmung Fachwerk Schlagregendicht (pic)
Innendämmung Fachwerk Installationsebene (pic)
Innendämmung Fachwerk (pic)
Innendämmung kein Tauwasser (pic)
 
Bei Fachwerkwänden sind auch Reetdächer nicht weit, hier geht´s zu Reetdachdämmungen.

Marderschaden-Beseitigung

"Normal" gedämmte Häuser mit ihrer marderfreundlich locker-luftigen Mineralwolldämmung (15 kg/m³) und den vielen Hohlräumen sind für Marder wie eine leerstehende mietfreie Wohnung. Man muß sie nur ein wenig herrichten (d.h. die Mineralwolle umverteilen und verdichten), dann steht der Familiengründung nichts mehr im Wege. Wir füllen zur Mardersanierung und Marderabwehr alle Hohlräume mit Zellulose aus - mit mindestens 45 kg/m³, das drückt er nicht mehr platt. Zugleich sinkt die Heizkostenrechnung, die Dämmung amortisiert sich in ca. 6 bis 8 Jahren.

Das Dach wird so prall gefüllt, daß die Unterspannbahn gegen die Dachlatten drückt und ihm den Aufstieg versperrt, wie in den nachfolgenden Bildern zu sehen. Eine eingelegte Konterlatte zwischen den Sparren sorgt für den Wasserablauf. Die meisten Dachdecker und Gutachter werden dazu einwenden, damit sei die nach Dachdeckerrichtlinien geforderte Luftschicht unter den Dachziegeln stark reduziert und entspreche nicht den (für Mineralwolldämmung konzipierten) "allgemein anerkannten Richtlinien der Technik" des Dachdeckerhandwerks. Dazu hat das Fraunhofer Institut für Bauphysik in Holzkirchen schon in den 90ern in Langzeituntersuchungen festgestellt, dass durch Hinterlüftungsebenen unter Eindeckungen im Frühjahr und Herbst mehr Feuchtigkeit eingetragen als abgeführt wird und diese Luftschicht somit entbehrlich ist (Hartwig M. Künzel: Außen dampfdicht, vollgedämmt? In: Bauen mit Holz 8/1998). Diese Erkenntnis wurde danach immer wieder in weiteren Studien bestätigt, aber wie unendlich langsam die Mühlen der Verbände mahlen, bis diesbezügliche Richtlinien angepaßt werden, lesen Sie z.B. hier (dampfdichte Dächer, zweiter Absatz).

Zelluloseflocken enthalten unangenehm schmeckende Salze, die die Schleimhäute der Tiere austrocknen und sie darüber vertreiben. Die Unterspannbahn mag er danach hier und da nochmal aufreißen, dann aber schmeckt er die Zelluloseflocken und sucht sich meist ein anderes Dach - ein schönes mineralwollgedämmtes, so wie er es kennt.
Marderschaden am Dach 1
Marderschaden am Dach 2
Marderschaden am Dach 3
Marderschaden am Dach 4
 
Auch bei Mardern mögen die Geschmäcker verschieden sein, manche schrecken vor nichts zurück. Hier sehen Sie eine Hartfaserplatte unter den Dachziegeln, die er aufgebissen hat. Die Schadstelle wurde nur zufällig bei einem Fenstertausch entdeckt, von innen erkennbare Schäden waren nicht aufgetreten.

Direkt unter der Bißstelle hatte er in der Zellulosedämmung eine kleine Höhle angelegt, ist aber nicht mehr tiefer in die Dämmschicht vorgedrungen.

Weder hat die Hartfaserplatte den Marder aufgehalten, noch die nur 3 cm messende Spalthöhe zwischen Hartfaserplatte und Dachlatte, sondern die Zellulosedämmung dahinter.
Marder Hartfaserplatten 1
MarderHartfaser2 (pic)
 

Dämmung als zweite Luft- und Winddichtung

Der Marder zerwühlt nicht nur die Dämmschichten, sondern zerstört auch die Folien an der Warm- und an der Kaltseite, mit dem Erfolg, daß die Wohnräume kalt und zugig werden. In dem hier oben abgebildeten Haus konnte vor unserer Mardersanierung im Blower-Door-Test kein Druck aufgebaut werden - es war löchrig wie ein Schweizer Käse.

Die zerstörten Dampfbremsfolien, Dämmschichten und Unterspannbahnen wiederherzustellen, wäre einem kompletten Neuausbau gleichgekommen und nicht bezahlbar gewesen. Wir haben das Dach durch verdichtetes Ausflocken für überschaubares Geld wieder winddicht bekommen, mit einem dokumentierten n50-Wert von 4,59 h-1 (d.h. 4,59-facher Luftwechsel innerhalb einer Stunde bei 50 pa Druckdifferenz zwischen innen und außen, je niedriger der Wert, desto besser). Zum Vergleich: die Grenze nach EnEV liegt bei 3 h-1, Altbauten im Bestand liegen bei 4 bis 12 h-1.

Über die luft- und winddichtende Wirkung der Dämmung ("luftdicht" meint im Fachjargon die Dichtung an der Warmseite, "winddicht" diejenige an der Kaltseite) kannten wir damals noch keine "offizielle" Dokumentation (das war unser Projekt Nr. 0644 aus dem Jahr 2011). Inzwischen ist es aber "amtlich": in der Fachzeitschrift "Holzbau Quadriga" Nr 5/16 (Dezember 2016) Seite 22 - 27, faßt Robert Borsch-Laaks, Sachverständiger für Bauphysik in Aachen, die bisherigen Veröffentlichungen zum Thema "Dichtung durch Dämmung" zusammen und beschreibt als konkretes Gebäude das Gästehaus des EUZ in Springe, das vor 25 Jahren mit Zellulose gedämmt worden war und jetzt bei einem Blower-Door-Test immer noch top-Werte aufweist. Kurz gefaßt: Dämmung ersetzt zwar nicht immer die Luftdichtheitsmaßnahmen z.B. durch Folien und Klebebänder, vor allem nicht da, wo Ein- und Austrittsstelle nah beinander liegen und die Dämmung nicht verdichtet eingeblasen werden kann. Aber umgekehrt formuliert:

Je besser die Dämmung verdichtet wird, und je länger die Luftwege durch die Dämmschichten sind, desto größer ist der Durchströmungswiderstand durch die eingeblasene Zellulose
.

Dieser Satz sollte in seiner Schlichtheit eigentlich auch schon in sich überzeugen, aber ein wissenschaftliches Experiment mit wissenschaftlicher Dokumentation in einer anerkannten Fachzeitschrift hat eben eine andere Reichweite als der bloße gesunde Menschenverstand.

Holzfaser-Einblasdämmung

Wir sind mit vielen Dämmstoffen vertraut und wählen herstellerunabhängig das Produkt aus, das den Bauteilanforderungen am besten entspricht. Nur für Holzfaser haben wir noch keine Verwendung gefunden, bei der Zellulose nicht noch besser geeignet wäre. Holzfaser mit seiner kaktusähnlichen Struktur hat die schlechtere Fließfähigkeit, ein höheres Gewicht, weniger Durchströmungswiderstand, braucht wesentlich mehr Druck beim Einblasen, bläht dabei die Konstruktion auf und zerstört die Dampfbremse und die Unterspannbahn. Wenn Sie aber Holzfaser verarbeitet haben möchten, können wir das.
Eine HolzweichfaserPLATTE auf den Sparren als äußere Begrenzungsschicht für die Zelluloseflocken und als zweite wasserführende Ebene / Unterdach kann durchaus eine gute Sache sein, vor allem weil die Oberkante der Sparren tauwassergeschützt ist. Auf die Herstelleraussagen, daß die Platten mehrere Wochen lang frei bewittert werden könnten, ist allerdings kein Verlaß. Die Platten sinken auch gerne ein, wenn der Sparrenabstand zu groß ist und sie nicht von einer dicht gepackten Schicht Zelluloseflocken gestützt werden.

Thermographie, Naturthermographie

VORHER ODER NACHHER? Ungedämmte Wände, Geschoßdecken oder Dächer sind wärmedurchlässig, und eine Thermographie wird Ihnen das bestätigen - von Störfaktoren wie z.B. Sonneneinstrahlung, Schnee oder Wind einmal abgesehen. Dazu brauchen Sie keine Vorher-Thermographie, nur weil die Wärmelecks in den Ratgeberspalten der Zeitungen immer so hübsch rot aussehen. Wenn Sie bei 15°C im T-Shirt frieren, brauchen Sie auch kein Gutachten über die Wärmeleitfähigkeit des T-Shirts, sondern ziehen sich einen Pullover über.

Den "Pullover" braucht Ihr Haus auch, und dann können sie mit der Thermographie die Schwachstellen suchen. Also nach der Einblasdämmung. Im Winter nutzen wir für die Eigenkontrolle eine eigene Wärmebildkamera.

Für Dächer gibt es im Winter noch eine ganz einfache Methode, mit der Sie sich im ersten Schritt selbst ein Bild machen können: Reifbildung oder Schneefall abwarten, Foto machen, an info@einblasdaemmung.de schicken.Wo es taut, ist ein Wärmeleck. Hier haben wir hier vor allem Dächer abgebildet, die in jüngerer Zeit saniert wurden, um zu zeigen, daß es mit Mineralwolle kaum möglich ist, lückenlos zu dämmen: mit Mineralwolle mängelfrei gedämmte Dächer sind Zufallserscheinungen.
Naturthermographie 1
Naturthermographie 2
Naturthermographie 3
Naturthermographie 4

Dachverkleidungen, Holzpaneele gegen Kunststoffpaneele ersetzen

Profilbretter mit Nut und Feder sehen eigentlich richtig gut aus. Sind sie so dem Wetter ausgesetzt wie hier im Bild, also ohne jeglichen "konstruktivem Holzschutz", dann zersetzen sie sich schon nach einigen Jahren von den Sägekanten (Hirnholzseiten) her und an den Astlöchern, und ein Anstrich hilft dann auch nicht mehr. Zum Glück gibt es Kunststoffpaneele, die genau so gut aussehen, nicht verrotten und die Sie nie mehr streichen müssen. Wir haben uns mit dem System "eingefuchst" und tauschen Holz gegen Kunststoff. Die Dämmung dahinter ist meist auch "naja", da trifft es sich gut, daß wir gleich noch etwas Isofloc einblasen können.
Kunststoffpaneele 1
Kunststoffpaneele 2

Bilder aus unserer Praxis

Praxis LKW 1
Praxis LKW 2
Hier sind Detailbilder aus den Bauvorhaben, die Sie unter Referenzen finden. Sie zeigen typische Aufgabenstellungen aus der Praxis und ihre Lösungen. Wenn Sie bei einem anderen Kunden unverbindlich zuschauen möchten, fragen Sie doch einfach nach dem nächsten Termin!
Spitzbodendecke
Abseite Dach
Abseite Dach füllend
Dachschräge füllend
Dachschräge
Wandaufbau HWL
Ref Laage Innen Vorher
Ref Laage Loch Nachher
Ref Laage Inner Nachher
Ref Warlin 1
Geschossdecke von Aussen
Flachdach Hohlraum Vorher
Flachdach Hohlraum Nachher
PS Granulat absaugen
Mattendämmung Hohlraum
Klinkerschale Luft
Luftschicht Dachkasten
Drempelwand dämmen
Neubaudach Isofloc
Ref293_2 Porenbetondielen
Ref293_1 Rohre
Ref313 Hindernis
Ref514_1 Altdämmung aufblasen
Ref749 Bad1 Fertigbauhaus
Ref749 Bad2 Fertigbauhaus
Ref749 Bad3 Fertigbauhaus
Ref749 Bad4 Fertigbauhaus
Ref854_1 Flachdach
Ref854_2 Kaltluft Gitternetz von oben
Ref854_3 Kaltluft Gitternetz von unten
Ref854_4 Kaltluft-Eintrittsstellen